Dr. Victor Tiberius
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Wie misst man Forschungsleistung?
Newsmeldung vom 30.11.2010, Kategorie: Universität
Felix Schläpfer (Zürich) und Friedrich Schneider (Linz) greifen diese Frage in ihrem Aufsatz „Messung der akademischen Forschungsleistung in den Wirtschaftswissenschaften: Reputation vs. Zitierhäufigkeiten“ (in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, 11. Jg., Nr. 4, S. 325-339) auf.
In den Wirtschaftswissenschaften (zumindest in der VWL) spielt das Handelsblatt-Ranking eine wichtige Rolle etwa bei der Besetzung von Lehrstühlen und bei der Vergabe von Drittmitteln. Die Grundlage des Rankings bilden Publikationen, gemessen an der Reputation der Zeitschriften, in denen veröffentlicht wird. Die Ermittlung dieser Reputation, so die Autoren, ist wenig transparent.
Eine andere aussagekräftige Möglichkeit der Messung wäre die Zitierhäufigkeit, denn diese signalisiert direkt, als wie wichtig ein Aufsatz eingestuft wird. Die Vermutung läge nahe, dass die Reputation mit der Zitierhäufigkeit korreliert. Diese Annahme ist jedoch falsch, wie die Autoren nachweisen: Die Korrelation liegt nur bei 15% (wenn Ausreißer herausgerechnet werden).
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